Sonntag, 24. Mai 2009 13:17
Sie kennen Kunst? -
Walter Zügel hat einmal gesagt: "Die bildende Kunst regt alle unsere Sinne an. Sie lehrt uns Sehen, das genaue Hinschauen. Sie aktiviert unsere Phantasie, sie weckt unsere Emotion, sie macht Freude und sie provoziert."
Sie kennen Container? Die, die dazu benutzt werden Altlasten und Abfall zu sammeln umdiese Produkte entsorgen zu lassen. Eine durchaus alltägliche, normale Situation. Nüchtern und zweckgebunden – mehr nicht!
Kunst und Container – Nun werden Sie sich fragen, was bitte hat das miteinander zu tun? Und doch hat es eine ganz große Verknüpfung, denn der Mensch, der hinter dem Containerdienst Helkenberg in Ennepetal steht, hat ein großes Verständnis und Herz für Kunst und Künstler.
Und so hat er ohne zu zögern nicht nur seine Räumlichkeiten, die Säulenhalle der ehemaligen Fabrik "Stockey & Schmitz" für eine große Kunstausstellung zur Verfügung gestellt, sondern hat auch in allen möglichen Bereichen mit Hand angelegt, um Türen zu sichern, Räume mit Planen abzugrenzen, eine Treppe mit Handlauf für die Gäste anzufertigen. Er war überhaupt immer ein hilfsbereiter Ansprechpartner. Selbst bei der Aufbauphase war er interessiert dabei, um die ersten installierten Werke zu besichtigen.
Und am Eröffnungsabend war er der rettende Engel, als durch Überlastung der Elektroleitungen auf Grund der zahlreichen Strahler die Sicherung versagte und Gäste als auch Künstler mit Ihren Werken im Dämmerlicht standen. Mit intensivem Engagement und einem eilends besorgten Elektriker strahlte innerhalb kürzester Zeit alles wieder im hellen Licht und auch die Aussteller und Gäste hatten wieder ein Strahlen in ihren Augen.
Dank an dieser Stelle von allen Kunstraum-Mitgliedern und Gästen aus dem Kunstbereich an Herrn Helkenberg und Team.
Es war eine Premiere, ohne Generalprobe und ohne das Wissen, ob alles gelingen würde.
Sie waren alle da, Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Kunstkritiker, Kunstinteressierte, Freunde und Bekannte. Und alle waren sich einig – es war ein gelungener Abend, eine ganz besondere Atmosphäre, beeindruckend, erlebnisreich. Ein Auseinandersetzen mit Kunst, Kultur und Industrie.

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Eine besondere Attraktion für die Erwachsenen, die aber auch von den kleinen Gästen mit grossem Erstaunen wahrgenommen wurde, ist die Installation von Markus Nottke. Sie besteht aus 120 Tischtennisbällen, zweifach mit Neonfarben bemalt und an einzelnen Nylonfäden an ein Deckengerüst geknüpft.
Sie werden durch Ventilatoren in Bewegung gebracht, schweben aufeinander zu, gehen wieder auseinander, ohne sich direkt zu berühren.
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Die Versinnbildlichung menschlicher Begegnungen und Kommunikation. Beeindruckend.
Auch die kleinen Gäste wurden von Steinbildhauer Karsten Müller aus Ennepetal [dem Vater der Ennepetaler Stadtbildleitfigur, des Fuchses] in die Kunst eingeführt und durften selbst kreativ gestalten und ihre kleinen Werke mit nach Hause nehmen. Der Spaß für die Kleinen war groß und die Eltern konnten derweil in Ruhe die Werke der großen Künstler betrachten und Gespräche führen.
Sie aber, lieber Leser, haben noch bis zum 14. Juni 2009 Gelegenheit an jedem Samstag von 15:00 – 18:00 Uhr und jedem Sonntag, von 12:00 – 18:00 Uhr die Ausstellung live zu erleben.
Für all die, die sich dafür interessieren, aber leider keine Gelegenheit zu einem persönlichen Besuch haben und für unsere eigene Dokumentation folgen hier weitere Fotos der Ausstellung.